Bachelor-Informatik/Semester1/WissenschaftlichesArbeiten/sections/theorie.tex

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Die Zwei-Faktoren-Theorie von Herzberg wurde erstmals 1959 durch eine Arbeit von Herzberg, Mausner und Snyderman mit dem Titel ''The Motivation to Work'' vorgestellt (\cite{ihb.2910920110101}, S. 87). Sie ist eine Theorie der Arbeitsmotivation und hat sich seit ihrer ersten Erwähnung zu einer der wichtigsten Theorien in diesem Feld entwickelt (\cite{ihb.2910920110101}, S. 87).
Herzberg beschreibt die Zwei-Faktoren-Theorie als zweidimensionales Modell, in dem die beiden Dimensionen Zufriedenheit und Unzufriedenheit strikt voneinander getrennt sind.
Diese werden von unterschiedlichen Faktoren beeinflusst.
So tragen die sogenannten Hygiene-Faktoren dazu bei, dass es nicht zu Unzufriedenheit kommt, diese steigern aber nicht die Zufriedenheit (\cite{ihb.2910920110101}, S. 89). Die Hygiene-Faktoren nach Herzberg sind Tabelle \ref{tab: ÜbersichtHygieneMotivatoren} zu entnehmen. Diese Faktoren sind nicht zentraler Teil des Arbeitsinhaltes und betreffen, laut Herzberg, daher vor allem die extrinsische Motivation (\cite{ihb.2910920110101}, S. 88).
Ihnen gegenüber stehen die Motivatoren. Sie sind vom Arbeitsinhalt beeinflusst und werden daher zur intrinsischen Motivation gezählt und steigern die Zufriedenheit der Mitarbeiter. Eine Übersicht der Motivatoren ist in Tabelle \ref{tab: ÜbersichtHygieneMotivatoren} zu finden.
\begin{table}[h]
\centering
\begin{tabular}{| m{8cm} | m{8cm}| }
\hline
Hygiene-Faktoren & Motivatoren\\
\hline
\begin{itemize}
\item Führungsstil
\item Unternehmenspolitik und -verwaltung
\item Arbeitsbedingungen
\item Beziehungen zu Gleichgestellten
\item Beziehungen zu Unterstellten
\item Beziehungen zu Vorgesetzten
\item Status
\item Arbeitssicherheit
\item Gehalt
\item Persönliche berufsbezogene Lebensbedingung
\end{itemize}.
&
\begin{itemize}
\item Leistung
\item Anerkennung der eigenen Leistung
\item Arbeit selbst
\item Verantwortung
\item Aufstiegsperspektive
\item Möglichkeit zum Wachstum
\end{itemize}.
\end{tabular}
\hline
\caption{(\cite{bruno_wie_2020}, S. 6-7) Übersicht der Hygiene-Faktoren und Motivatoren nach Herzberg}
\label{tab: ÜbersichtHygieneMotivatoren}
\end{table}
Wenn genug dieser Motivatoren vorhanden sind, führt dies zu einer Steigerung der Motivation und einer Verbesserung der Arbeitsleistung.
Dies ist jedoch nur möglich, wenn ein Grundmaß an Hygiene-Faktoren vorhanden ist (\cite{noauthor_zwei_nodate}).
Kritikpunkte an der Zwei-Faktoren-Theorie sind zum einen, dass die Begriffe Zufriedenheit und Unzufriedenheit keine wissenschaftlich messbaren Begriffe und somit sehr subjektiv sind (\cite{noauthor_zwei_nodate}) und zum anderen, dass sich die Ergebnisse nur unter Verwendung der gleichen Erhebungsmethode (Methode der kritischen Ereignisse) reproduzieren lassen (\cite{sikanja_darstellung_2000}, S. 14).
\end{document}