Bachelor-Informatik/Semester1/WissenschaftlichesArbeiten/sections/steckbrief.tex

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\subsubsection{Einleitung}
Die Arbeit von Holzhammer richtet sich an IT-Dienstleistungsunternehmen in Österreich, die Mitarbeiter unterschiedlicher Generationen beschäftigen und ihre Arbeitsmotivation durch den Einsatz angepasster Arbeitszeitmodelle steigern wollen. Die Forschungsfrage der Arbeit lautet: "Wie werden die bei IT-Dienstleistern eingesetzten Arbeitszeitmodelle im Generationsvergleich (X, Y, Z) bewertet?" Die Arbeit soll aufzeigen, wie unterschiedliche Arbeitszeitmodelle die verschiedenen Generationen beeinflussen und die unterschiedlichen Bedürfnisse der Generationen in Bezug auf Arbeitszeitmodelle herausstellen. ''Ziel dieser Arbeit ist es, auf die Generationen abgestimmte Arbeitszeitmodelle und Möglichkeiten zur Arbeitszeitgestaltung aufzuzeigen, deren Nutzen zu erläutern und die Auswirkungen auf die Arbeitsmotivation der MitarbeiterInnen hinsichtlich individuell abgestimmter Arbeitszeiten zu eruieren'' (\cite{holzhammer_bewertung_2019}, S. 3).
Die Arbeit gliedert sich in mehrere Kapitel. Nach dem einleitenden Teil im ersten Kapitel wird im zweiten Kapitel auf die Unterschiede, Zusammenhänge, Trends und Charaktereigenschaften der jeweiligen Generationen eingegangen. Im dritten Kapitel werden Begriffsunterschiede erläutert und Abgrenzungen zwischen unterschiedlichen Definitionen vorgenommen. Nachdem die unterschiedlichen Einflussfaktoren der Generationen erläutert wurden, wird abschließend der rechtliche Rahmen aufgezeigt. Im vierten Kapitel wird die MitarbeiterInnen-Motivation betrachtet. Das fünfte Kapitel fasst die Kapitel 2 bis 4 noch einmal kurz zusammen. Im sechsten Kapitel wird die durchgeführte Online-Umfrage erläutert und Hypothesen abgeleitet. Die Ergebnisse der Stichprobe werden dargestellt und interpretiert und die Hypothesen werden bestätigt oder widerlegt. Das siebte Kapitel enthält ein Fazit sowie einen Ausblick auf mögliche weitere Arbeiten.
\subsubsection{Theoretische Fundierung}
Zu diesem Thema gibt es bereits vorangegangene Forschungen von Burgard und Pelzer, Täubner, Klaffke und Mangelsdorf. Die vorliegende Arbeit versteht sich jedoch als Fortsetzung der Studie "Von den Babyboomern zur Generation Y" von Kolland und Wanka und möchte die darin begründete Theorie bestätigen oder widerlegen.
Die Autorin definiert die grundlegenden Begrifflichkeiten, indem sie zunächst Generationen als Ganzes definiert und sich dabei auf Arbeiten von Krüger, Mannheims und Berkup bezieht. Anschließend definiert sie die Generationen X, Y und Z als einzelne Generationen mit Geburtszeiträumen und geht genau auf die Charakteristika der einzelnen Generationen ein. Im darauf folgenden Kapitel definiert die Autorin die unterschiedlichen Arbeitszeitmodelle, wobei sie sich auch hier auf andere Arbeiten als Grundlage bezieht. Abschließend gibt sie einen Überblick der rechtlichen Grundlagen gemäß dem österreichischen Arbeitszeitgesetz.
Die wissenschaftliche Arbeit von Holzhammer baut auf drei bekannten Motivationstheorien auf: der Zwei-Faktoren-Theorie von Herzberg, der Bedürfnispyramide von Maslow und der Leistungsmotivationstheorie von McClelland. Andere Studien haben postuliert, dass es einen starken Zusammenhang zwischen Arbeitszeitmodellen und den verschiedenen Generationen gibt und dass jede Generation spezifische Arbeitszeitmodelle bevorzugt. Darüber hinaus haben diese Studien gezeigt, dass die Generationen auch unterschiedliche Motivatoren haben.
\subsubsection{Methodik}
Die Forschungsfrage wurde mithilfe einer quantitativen Methode, in Form einer Online-Befragung, beantwortet. Die Ergebnisse basieren auf einer Stichprobe von 220 Befragten, die auf die Generationen X (71 Befragte), Y (129 Befragte) und Z (20 Befragte) verteilt sind. Von diesen TeilnehmerInnen sind 99 männlich und 121 weiblich. Die Daten wurden mit dem Statistik-Tool IBM SPSS ausgewertet, und zur Erklärung und Darstellung der Ergebnisse wurden univariate und bivariate Methoden verwendet.
\subsubsection{Ergebnisse}
Entgegen den Erwartungen im Theorieteil wünschen sich alle drei Generationen ein möglichst flexibles Arbeitszeitmodell, wobei Vertrauensarbeitszeit bevorzugt wird. Bezüglich der Motivation bestätigen die Ergebnisse die theoretischen Annahmen, da die Motivationsfaktoren nach Herzberg am meisten Zuspruch erhalten haben. Es zeigt sich auch, dass ein ausgewogenes Verhältnis von Hygiene- und Motivationsfaktoren angestrebt wird. Beide in Unterkapitel 6.5 aufgestellten Hypothesen konnten jedoch nicht bestätigt werden. Die Autorin schlägt als mögliche Ursache vor, dass weniger die Charaktereigenschaften der Generationen ausschlaggebend seien, sondern vielmehr, die durch den Arbeitgeber angebotenen Modelle.
\subsubsection{Implikationen}
Die Ergebnisse implizieren, dass es für eine gute Stimmung und Zufriedenheit in Unternehmen hilfreich sei, flexible Arbeitszeitmodelle anzubieten, auch wenn diese jedoch keinen erheblichen Einfluss auf die Motivation haben. Unternehmen könnten die Motivation ihrer MitarbeiterInnen verbessern, indem sie ihre Aufgabenbereiche, Verantwortungsbereiche und Gehälter betrachten und anpassen.
Die ursprüngliche Forschungsfrage beantwortet Holzhammer damit, dass die Generationszugehörigkeit keinen Einfluss auf die Bewertung von Arbeitszeitmodellen habe, da die Faktoren Hobbys, Familie, Weiterentwicklung und Freizeit für MitarbeiterInnen im Vordergrund stünden und somit auch kein Zusammenhang zwischen MitarbeiterInnen-Motivation und Arbeitszeitmodellen bestehe.
\subsubsection{Fazit}
Die Quintessenz der wissenschaftlichen Arbeit ist, dass alle Generationen nach einem möglichst flexiblen Arbeitszeitmodell streben, durch die Einführung dieser jedoch keine signifikante Motivationssteigerung zu erwarten ist, sondern vor allem die Punkte Aufgabengebiet, Verantwortungsbereich und Gehalt einen Einfluss darauf haben.
Weitere Forschungen in den Bereichen der Auswirkungen von Arbeitszeitmodellen auf den Unternehmenserfolg und die Steigerung der Arbeitsleistung wirken lohnenswert.
Holzhammer konnte alle von ihr betrachteten Fragen beantworten.
Aus der Tatsache, dass vor allem Unternehmen einen Einfluss auf die gelebten Arbeitszeitmodelle haben, ergibt sich die Frage, ob eine Änderung der möglichen Modelle auch eine Änderung der Präferenzen nach sich zieht.
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